Warum behandelst du die Beförderung deines Partners wie einen Wettkampf?

Dein Partner kommt mit einer Zusage nach Hause. Du gratulierst kurz und erzählst sofort, wie anspruchsvoll dein eigenes Projekt gerade ist. Später beim Anstoßen bemerkst du, dass du dauernd Gehälter vergleichst. Seine gute Nachricht hat einen Abend bekommen, an dem du deinen beruflichen Wert verteidigst.

Vielleicht lässt sich das so lesen: Dahinter steht Angst: Sein Aufstieg könnte dich neben ihm kleiner erscheinen lassen. Berufliche Anerkennung wird dadurch zu etwas, das scheinbar nur einer haben kann. Worauf baust du – auf gleich hohe Karrierestufen oder auf gegenseitige Freude trotz unterschiedlicher Wege?

Wer auf Liebe baut, muss einen fremden Erfolg nicht überbieten. Du darfst deine berufliche Unzufriedenheit später ansprechen. Frag heute nach seinem neuen Aufgabenbereich und danach, worauf er sich besonders freut.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

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