Am Monatsanfang überweist du genau die Hälfte der Miete. Danach rechnest du im Supermarkt, während dein Partner das nächste Konzert bucht. Die Wohnung habt ihr gemeinsam ausgesucht, aber dein kleineres Gehalt macht denselben Betrag für dich zu einer anderen Belastung.
Eine mögliche Erklärung: Dahinter steht Angst: Du könntest finanziell weniger beitragen und deshalb weniger mitbestimmen dürfen. Gleiche Zahlen wirken dann sicherer als ein Gespräch über Fairness. Worauf baust du – auf identische Überweisungen oder auf eine Aufteilung, die eure tatsächlichen Möglichkeiten berücksichtigt?
Wer auf Liebe baut, kann Einkommen besprechen, ohne daraus eine Rangordnung zu machen. Du darfst eine anteilige Miete vorschlagen. Legt eure verfügbaren Beträge nebeneinander und prüft gemeinsam, was jedem nach den festen Kosten bleibt.