Warum zeigst du beim Bäcker nur auf das Gebäck, dessen Namen du nicht kennst?

In der Auslage liegt dieses gedrehte Gebäck mit Mohn, das du gern probieren würdest. Das Schild kannst du nicht entziffern. Du zeigst darauf, die Verkäuferin greift daneben, und statt nachzufragen nimmst du schließlich die Nussschnecke. Hinter dir wartet noch niemand.

Es könnte dieser Gedanke mitspielen: Dahinter steht Angst: Eine falsche Aussprache könnte dich unbeholfen wirken lassen. Worauf baust du – auf eine Bestellung ohne Rückfrage oder auf die gemeinsame Suche nach dem richtigen Gebäck?

Wer auf Liebe baut, muss beim Frühstückskauf keine Sprachprüfung bestehen. Du darfst sagen: Ich meine das daneben, wie heißt das eigentlich? Die Verkäuferin kennt ihre Auslage besser als du. Eine Nachfrage hilft euch beiden und bringt dir eher das Frühstück, das du möchtest.

Bleib neugierig.

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